Verpasse keine Angebote
Abonniere unseren Newsletter und erfahre als Erster von neuen Kollektionen und Sonderangeboten.
Die Entstehung von Predator Customs
Unsere Geschichte. Unsere Höhen und unsere Tiefen.
Ich als Gründer und Geschäftsführer von Predator Customs war selbst Fallschirmjäger. Die Marke kommt aus der Infanterie, und angefangen hat sie mit Abschiedsgeschenken für Kameraden. Jedes war auf den Mann zugeschnitten, der ging. Einer bekam zum Beispiel seinen Lieblingsrum mit einem Etikett, das es nur einmal gab: Aus „Botucal“ wurde „Botucharlie“. Das Gestalten hatte ich mir selbst beigebracht, Geld nahm ich dafür nie. Der erste Versuch, daraus ein Geschäft zu machen, ging trotzdem schief. Entwerfen konnte ich. Verkaufen noch nicht.
2023 stand meine Einheit im Mittelpunkt der Evakuierungsoperation im Sudan. Zu einem Einsatz gehört in der Truppe ein Einsatzshirt. Nur kommt eine Evakuierung ohne Vorlauf, und niemand bestellt vorher Shirts. Also entwarf ich sie selbst und gab sie im Regiment zum Selbstkostenpreis ab. Der Anklang war größer als bei allem davor. Im November 2023 folgte die nächste Evakuierungsoperation, einen Monat Bereitschaft auf Zypern, und wieder Shirts. Diesmal auch als Hoodie, diesmal noch mehr davon.
Dann kamen die Anfragen aus anderen Einheiten. Die eine brauchte ein Wappen, die nächste eine Flagge, die dritte ein Shirt. Wir haben geliefert und nichts dafür verlangt. 2023 und 2024 sind so zahllose Wappen, Flaggen und Shirts für die unterschiedlichsten Einheiten entstanden, jedes ein Einzelstück, alles kostenlos. Es ging uns darum, in der Truppe einen Namen zu haben, bevor wir einen Preis nennen. Aus dieser Zeit stammt das „Customs“ in Predator Customs. Wappen und Motive für Einheiten entwerfen wir bis heute.
Verkauft wurde damals über Print-on-Demand. Ein Dienstleister druckt erst, wenn jemand bestellt. Das kostet kein Budget, und so sah das Ergebnis auch aus: Die Qualität war nicht das, was man einem Kameraden in die Hand geben will. Im Mai 2024 endete meine Dienstzeit, und das Projekt blieb liegen.
Was danach kommt, kennt jeder, der die Uniform abgegeben hat. Jahrelang gibt der Dienst den Takt vor, den Auftrag und die Leute links und rechts von dir. Dann ist das alles weg. Meine Jobsuche lief ins Leere, das zivile Leben wollte nicht passen. Gut ein Jahr lang passierte bei uns nichts.
Kurz nach der Geburt meiner Tochter habe ich entschieden: Das Projekt kommt zurück, diesmal als Predator Customs und diesmal ohne Abkürzungen. Kein Shirt mehr aus dem Print-on-Demand. Jedes wird in Deutschland von Hand im wasserbasierten Siebdruck bedruckt. Die Farbe zieht in die Faser und reißt nicht. Kein Motiv kommt aus der KI, jedes entsteht von Hand. Und das Paket ist so gepackt, dass du beim Öffnen merkst: Hier hat niemand auf einen Knopf gedrückt.
Qualität kostet, und zwar vorher. Wer eine Auflage drucken lässt, bezahlt sie, bevor das erste Stück verkauft ist. Das Predator Shirt, unser Auftakt, verkaufte sich nur mäßig. Das Geld war ausgegeben und kam zu langsam zurück. An so einem Punkt hört man auf oder legt nach. Wir haben nachgelegt, mit „Viel Feind, viel Ehr“, einem älteren Motiv, das bis heute zu unseren gefragtesten gehört. Danach kam „Gott hasst Feiglinge“. Der Satz steht vor der alten Kompanie, in einen Stein gemeißelt. Von da an ging es aufwärts.
Der Markt für Militärshirts lebt von amerikanischen Vorbildern. Wir finden, die deutsche Infanterie hat genug eigene Geschichte. Und Spezialkräfte haben schon genug Shirts. Also bekommt bei uns jede Truppengattung ihres. Den Anfang machten die Jäger, die sonst kaum jemand auf dem Zettel hat. Ihr Shirt entstand zusammen mit einem Jäger. Es folgten Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und Panzergrenadiere, deren Linie bis zu den Dragonern von 1620 zurückreicht. Hinter jedem Motiv steht eine Geschichte, die sich belegen lässt. Und weil eine Truppengattung keine Saisonware ist, bleibt die German Infantry Kollektion dauerhaft im Sortiment.
Predator Customs ist seitdem gewachsen. Woher wir kommen, hat sich nicht geändert. Wir waren selbst draußen, wenn der flüssige Sonnenschein vom Himmel kommt. Der Regen läuft zuerst in den Kragen, nach einer Stunde ist nichts mehr trocken, und ab da ist es auch egal. Der Tag wird klein: der Vordermann, der Abstand zu ihm, die Frage, wie lange es noch bis zur Marschpause ist. Dazu die Nächte ohne Schlaf und die Leute, mit denen man das durchsteht.
Davon bleibt mehr, als man denkt. Du packst den Rucksack noch Jahre später schwer an den Rücken und so, dass nichts klappert. Du bist fünf Minuten vor der Zeit da. Und wenn es regnet, gehst du trotzdem los.
Die Uniform gibst du irgendwann ab. Was der Dienst aus dir gemacht hat, bleibt. Dafür gibt es uns.
Über 80 Bewertungen, 4,9 Sterne.
Abonniere unseren Newsletter und erfahre als Erster von neuen Kollektionen und Sonderangeboten.