Warum Pioniere eine Heilige feiern, die es vielleicht nie gab

Truppengeschichte · Pioniere

Warum Pioniere eine Heilige feiern,
die es vielleicht nie gab

Jedes Jahr am 4. Dezember feiern Pioniere ihre Schutzpatronin. Die katholische Kirche hat sie 1969 aus ihrem Generalkalender gestrichen, weil ihre Existenz historisch nicht gesichert ist. Gefeiert wird trotzdem, und das hat Gründe.

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Die Legende

Der Legende nach ist Barbara die Tochter eines reichen Kaufmanns in Nikomedia. Der Vater sperrt sie in einen Turm, damit sie von der Welt nichts mitbekommt. Sie wird trotzdem Christin und lässt ein drittes Fenster einbauen, eines für jede Person der Dreifaltigkeit. Als der Vater zurückkommt, versteht er, was das bedeutet.

Barbara flieht, ein Fels öffnet sich und verbirgt sie, ein Hirte verrät sie. Das Urteil vollstreckt der Vater selbst, mit dem Schwert. Kurz darauf trifft ihn der Blitz.


Was davon stimmt

Gesichert ist davon nichts. Aufgeschrieben wurde die Erzählung vermutlich erst im siebten Jahrhundert, und gleich mehrere Orte beanspruchen, der Schauplatz ihres Martyriums zu sein. 1969 hat die katholische Kirche sie deshalb aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Aus der Liste der Heiligen ist sie nicht geflogen, und die Pioniere haben sie ohnehin behalten.


Warum ausgerechnet die Pioniere

Aus dem Fels wurde das Patronat der Bergleute. Unter Tage kommt der Tod aus dem Gestein, ohne Vorwarnung und schneller, als ein Mann reagieren kann. Genau dagegen ruft man Barbara an: gegen den plötzlichen Tod, der keine Zeit lässt, sich vorzubereiten.

Aus dem Bergbau kamen die Mineure zum Militär, die Leute, die graben und sprengen konnten, und sie brachten ihre Patronin mit. 1810 wurden die Mineur- und Pontonierkompanien auf Vorschlag Scharnhorsts zum Pionierkorps vereinigt. Barbara blieb. Wer mit Sprengstoff arbeitet, kennt die Gefahr, gegen die sie steht.

Deshalb ist der 4. Dezember in der Truppe kein normaler Tag. Ihre erste Barbarafeier hat die Bundeswehr 1956 in Idar-Oberstein begangen. Wer heute in einem Pionierbataillon dient, braucht für den Termin keinen Kalender.


Fünf Wörter für einen Auftrag

AUT VIAM INVENIAM, AUT FACIAM. Ich finde einen Weg, oder ich schaffe einen.

Belegt ist der Satz bei Seneca, in der Tragödie Hercules Furens, gesagt über Herkules auf dem Weg aus der Unterwelt. Hannibal wird er ebenfalls zugeschrieben, als Antwort auf die angeblich unmögliche Alpenüberquerung. Ein antiker Beleg dafür fehlt, die Geschichte hält sich trotzdem.

Für Pioniere passt er genau. Minensperren überwinden, Trümmer räumen, Marschstraßen und Brücken bauen: Pioniere warten nicht auf einen Weg, sie bauen ihn. Eine alte Pioniertradition ist die Devise nicht. Wir haben sie ausgesucht, weil sie den Dienst in fünf Wörtern beschreibt, und deshalb steht sie unten auf dem Rücken unseres Pionier-Shirts.


Schwarz ist älter als die Truppe

Auch die Waffenfarbe hat ihre Geschichte. Sie steht schon in den preußischen Reglements: Das Ingenieurkorps führt Schwarz seit 1788, das Pontonierkorps seit 1798, die Pioniere seit 1808. Im Lied der Pioniere heißt der schwarze Kragen der Ehrenkragen der Armee.


Was daraus geworden ist

Barbara, die Devise und das Schwarz stecken im Pionier Drop. Die Pioniere sind die erste Truppengattung der Warfighter Kollektion und die erste außerhalb der Infanterie. Vier Artikel und ein Bundle: das Shirt, die Pionier-Flagge, ein gestickter Patch mit Klett und ein Premium-Lasercut-Patch aus Flecktarn. Vom Shirt gibt es 300 Stück, vom gestickten Patch 200, vom Lasercut-Patch 120. Danach kommt nichts nach.


Wie es gemacht ist

Das Shirt läuft auf dem Next Level NX3600 in Sand, 100 % gekämmte ringgesponnene Baumwolle, Regular Fit. Es fällt normal aus, die gewohnte Größe passt also, und es gibt S bis 2XL. Gedruckt wird von Hand im wasserbasierten Siebdruck: Die Farbe sitzt in der Faser statt als Folie obendrauf. Kein Print-on-Demand, kein Katalogmotiv, das Etikett im Nacken ist eingenäht.

Verschickt wird jedes Shirt einzeln eingetütet, dazu Sticker, Hangtag und eine Karte, alles in einer stabilen Versandtasche. Die Verpackung wird in den Bewertungen immer wieder gelobt. Wer das Shirt als Geschenk für einen Pionier bestellt, muss also nichts mehr einpacken, und passt die Größe doch nicht, kann es 30 Tage lang zurück. Ab 70 Euro ist der Versand frei, und das Bundle aus Shirt, Flagge und Stick-Patch kostet weniger als die drei Teile einzeln.


Für dich oder als Geschenk:
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